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Die Verfeinerung der Aerodynamik – ein Balanceakt

Verbesserungen der Aerodynamik des neuen Volvo FH sind ein Schlüsselaspekt, der Kunden zu noch mehr Rentabilität verhilft.
Joakim Sällberg
Joakim Sällberg, Senior Designer bei Volvo Trucks, hält es für wichtig, dass man sich den gesamten Lkw ansieht, anstatt sich zu sehr auf einen bestimmten Bereich zu konzentrieren.

Das aktuelle Modell des Volvo FH kam 2013 auf den Markt. Das neue Fahrzeug war größer, sicherer und ergonomischer als sein Vorgänger und setzte neue Maßstäbe im Fernverkehrssegment. Auch die Aerodynamik des Fahrzeugs war überarbeitet worden. Da der Volvo FH eigens für den Fernverkehr konzipiert ist und deshalb meist mit Geschwindigkeiten von 70 km/h und mehr bewegt wird, bergen solche Aerodynamikverbesserungen viel Potenzial.

Für Joakim Sällberg und seine Kollegen bei Volvo Trucks in Göteborg war die Optimierung eines ohnehin sehr gelungenen Fahrzeugs kein leichtes Unterfangen. „Obwohl das Fahrerhaus einen Quadratmeter größer ist, haben wir es geschafft, die Aerodynamik zu verbessern. Am wichtigsten ist die Ausgewogenheit des Fahrzeugs. Wenn wir Veränderungen vornehmen, müssen wir uns den gesamten Lkw ansehen, anstatt uns zu sehr auf einen bestimmten Bereich oder eine bestimmte Komponente zu konzentrieren. Es kommen immer verschiedene Faktoren zusammen.“

Verändert wurden verschiedene Bereiche des aktuellen Volvo FH, doch der deutlichste Eingriff betrifft die Linienführung im Bereich der Fahrzeugfront. Sie ermöglicht bessere Verbrauchswerte, da sie den Luftwiderstand des Fahrzeugs deutlich verringert. In einer Branche, in der sich finanzieller Profit nach Tonnenkilometern bemisst, spielen derart zielgerichtete Anpassungen der Aerodynamik eine wichtige Rolle.

Modifizierte Windabweiser, Radkästen, Stoßfänger-Spoiler und Kotflügel tragen ebenfalls zur verbesserten Aerodynamik-Performance des Volvo FH bei. Zudem gelang es dem Team, den Innenraum um einen Kubikmeter zu vergrößern, ohne die Aerodynamik des Fahrzeugs zu beeinträchtigen. Laut Joakim Sällberg gleicht jede Veränderung am Fahrzeug einem Balanceakt. 

„Ganz gleich, ob es um die Front, die Unterseite oder das Heck geht – alle Teile beeinflussen einander in Sachen Aerodynamik. In der Designphase nutzen wir die Spalt- und Bündigkeitsmessung, um die Passgenauigkeit und Ausrichtung zwischen Flächen zu bestimmen. Bei der Entwicklung der Linienführung für den aktuellen Volvo FH zum Beispiel mussten wir berücksichtigen, wie sich die Veränderung des Designs auf das Schmutzspritzverhalten auswirkt. Bei der Suche nach der passenden Lösung dafür wurde das gesamte Fahrzeug mit einbezogen.“

Der moderne Designprozess für Lkw ist äußerst anspruchsvoll und komplex, doch Joakim Sällberg beschreibt sich als 'Stift-und-Papier-Designer’, der ständig mit etwa 15 bis 20 Personen zusammenarbeitet und in verschiedene Phasen diverser Projekte eingebunden ist.

Ganz gleich, ob es um die Front, die Unterseite oder das Heck geht – alle Teile beeinflussen einander in Sachen Aerodynamik.

„Bei der Verbesserung der Aerodynamik stehen die Belange des Kunden an erster Stelle. Das gilt grundsätzlich für jeden Aspekt, mit dem wir uns beschäftigen. Wir legen Wert darauf, dass unsere Kunden von dem Design profitieren und die Fahrzeuge möglichst langlebig sind. Jedes von uns eingeführte Designmerkmal basiert auf den Grundwerten von Volvo. Sie sind die Triebfeder unseres Handelns.“

Joakim Sällberg

Titel: Senior Designer
Alter: 40
Seit wie viel Jahren bei Volvo: 10